Dauerhafte und beständige Lackierungen auf rohem Metall, wie Eisen und Stahl im Außenbereich, die Witterung und mechanischen Belastungen ausgesetzt sind, gelingen am besten, wenn vorher die notwendigen Vorbereitungen getroffen werden.
Eisen und Stahl gibt es in verschiedenen Qualitäten. Grundsätzlich neigen Metalle im Außenbereich zu Korrosion. Das lässt sich vermeiden, wenn man zuverlässig, in der richtigen Reihenfolge und mit den passenden Produkten arbeitet. Unsere nachfolgend beschriebenen Beschichtungsaufbauten entsprechen dem schweren Korrosionsschutz (DIN ISO 50021 SS) und bestehen immer die obligatorische Gitterschnittprüfung.
Lackaufbau und Testergebnisse
- 50 μm Rucoplast Epoxi-Grundierung: 1000 Std.
- 50 μm Rucoplast Epoxi-Grundierung + 40 μm Rucopur 3000: 1000 Std.
- 50 μm Rucoplast Epoxi-Grundierung + 40 μm Waterpur 8000: 1000 Std.
Wir gehen noch einen Schritt weiter und prüfen die Lackhaftung zusätzlich durch intensives Kratzen und Schaben mit einer kantigen Klinge direkt an der geschnittenen Prüfstelle. Wenn der Lack trotz erheblicher Kraftaufwendung nicht entfernt werden kann, sprechen wir von einer beständigen Lackhaftung.
Grundsätzlich beschreiben wir hier eine handwerkliche Verarbeitung. Vorbereitungen wie Glasstrahlen, Sandstrahlen oder Trockeneisstrahlen sind nicht Teil dieser Betrachtung.
Schritt-für-Schritt Anleitung für dauerhafte Lackierungen
- Metalle wie Eisen und Stahl, blank oder schwarz, sollte zunächst gründlich mit IR 25 Industriereiniger entfettet werden; ein Oberflächenschliff ist nicht zwingend notwendig, kann aber durchgeführt werden.
- Flugrost und leichte Korrosion sollten immer zuerst entrostet und mit Schleifvlies gründlich entfernt werden.
- Anschließend sollte die Oberfläche gründlich mit Wasser oder V17 DD Verdünnung nachgereinigt und gut getrocknet werden, idealerweise mit Warmluft, um erneute Korrosion zu vermeiden.
- Die Rucoplast Epoxi-Grundierung wirkt rosthemmend. Auf Zink sind zwei Anstriche mit jeweils 160 g/m² und Zwischentrocknung erforderlich.
- Zwischentrocknung über Nacht pro Schicht mit anschließendem Haftungsschliff.
- Nach dem Haftungsschliff kann noch am gleichen Tag mit RucopurR und im Innenbereich mit Atapur-Lacken die Endbeschichtung erfolgen.
- Bei Wartezeiten von mehr als 12 Stunden nach dem Haftungsschliff ist ein erneutes Anschleifen notwendig. Bitte also nicht „auf Vorrat“ schleifen.
- Soll mit wasserbasierten Lacken wie Waterpur oder Magistrator beschichtet werden, muss die Rucoplast Epoxi-Grundierung über Nacht durchtrocknen und ein Haftungsschliff durchgeführt werden.
Auf so vorbereiteten metallischen Bauteilen haftet unser Lack zuverlässig und blättert nicht ab. Außer bei Bedarf mit IR25 Industriereiniger oder V17 DD-Verdünnung ist keine Nachreinigung mit Fremdverdünnern oder Silikonentfernern nötig.
Wenn bindemittel- und festkörperreiche, dicke Lackschichten zu früh forciert getrocknet werden, kann es zu Blasenbildung kommen, da eingeschlossene Lösemittel nicht rechtzeitig entweichen können.