Unsere Metallic-Lacke benötigen grundsätzlich keinen Klarlacküberzug. Wenn Sie möchten, können Sie jedoch mit Klarlack in einem anderen Glanzgrad darüber lackieren.
Alle Metallic-Lacke enthalten feine Aluminium- oder Eisenpartikel und haben eine gemeinsame Herausforderung: Sie sollten wolkenfrei und in einer gleichmäßigen, aber dennoch unregelmäßigen Verteilung aufgetragen werden. Man sollte wissen, dass Metallic-Lacke eigentlich farblose Lacke mit Metallpartikeln sind und daher nicht so deckend wie herkömmliche Farblacke.
Je nach Partikelgröße variiert die Deckkraft – je kleiner die Partikel, desto besser die Deckfähigkeit. Es gibt aber auch Grobmetallic-Lacke mit einem besonderen „Glitzern“, die eine geringere Deckkraft haben.
Deshalb ist die richtige Verarbeitung wichtig – wenn man weiß, wie es geht, ist es ganz einfach!
Dafür ist es notwendig, die herstellerbedingte recht kurze Offenzeit der Lacke so zu reduzieren, dass weder Spritznebel noch ein variierender Spritzabstand zu unterschiedlicher „Lackfeuchte“ und damit zu Wolkenbildung führen.
- Die Becherpistole und Düse sollten sauber sein und ein gleichmäßiges Spritzbild erzeugen.
- Den Metallic-Lack entsprechend der gewählten Düsengröße richtig mit V17 Verdünner verdünnen.
- Metallic-Lacke lassen sich am besten mit der Becherpistole verarbeiten! Bei Airless-Pistolen werden die feinen Metallicplättchen beschädigt, und es entsteht oft eine sichtbare, wolkige Spritzspur.
- Beim Spritzen von mittleren und großen Flächen, besonders in warmen Spritzkabinen, empfiehlt sich die Zugabe von etwa 1-5% Verzögerer V23.
- Wichtig: Viel Verzögerer schadet dem Lack nicht, aber bei zu viel Verzögerer trocknet der Lack sehr langsam.
- Der Verzögereranteil kann vom Verdünnungsanteil abgezogen werden.
- Wird zu wenig verdünnt, kann sich der feine Glitzereffekt nicht optimal entwickeln und es entsteht eine „Orangenhaut“.
- Für eine gleichmäßige, streifen- und wolkenfreie sowie deckende Oberfläche sollte mindestens 2 bis 4 Mal im Kreuzgang mit kurzer Zwischenablüftung lackiert werden.
- Den Spritzabstand etwas größer wählen als bei normalen Farblacken und zum Schluss dünn übernebeln.
- Musterflächen anlegen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.